An Pfingsten2005 trafen sich zum 4. mal 16 HPN Freaks um an der HPN Enduro Week teilzunehmen. Dieses Jahr ging es dabei nach Frankreich in die Nähe von Sisteron/Provence. Organisiert wurde die Veranstaltung von Teambuctou (www.teambuctou.de) mit dem Domizil in der malerischen Domaine de Fombeton. Eingeteilt wurden die Fahrer je nach Offroaderfahrung in 3 Gruppen von den „Hamperten“ (O-Ton K.Pepperl) bis zu den High Professionels ! Am ersten Fahrtag ging es in den Gruppen auch gleich heftig zur Sache. Der erste Schotterpass, der Col de St. Pierre mit seinen 1288 Metern war dabei noch der leichteste Teil.
Eine breite, flüssig zu befahrende Schotterpiste windet sich nach dem Einstieg den Berg hinauf und lies ein höheres Fahrtempo zu. Nach der Abfahrt hinunter nach Lachau folgte ein extrem steiler Waldweg hoch zu einer verlassenen Alm. Drei unfreiwillige Abstiege bei den „Hamperten“ unterstrichen dabei die Schwierigkeiten auf dem doch groben und losen Geröll.
Ab jetzt geht es wieder talwärts.
Die noch steilere Abfahrt über teilweise handtuchschmale Singletrails hinunter nach les Omergues ließ im Anschluss den Adrenalinspiegel nochmals heftig ansteigen und konnte teilweise nur im Schritttempo befahren werden. Nach einer Stärkung in einem kleinen Restaurant ging es nun wieder 600 Höhenmeter über Geröllwege hinauf zum Pas de Redortiers. Entlang der Montagnes de Lure berührte die Weiterfahrt die auch noch nicht in voller Blüte stehenden Lavendelfelder der nordwestlichen Provence. Die ein oder andere Wasserdurchfahrt bescherte den Teilnehmern dabei eine willkommene wenn auch schmutzige Abkühlung.
Zum Abschluss des Tages folgte noch ein letzter Aufstieg zum höchsten Gipfel der Region, dem 1812 Meter hohen Lure. Besonders die losen tellergroßen Steinplatten am letzten Stich waren dabei eine Herausforderung und erforderten einiges an fahrerischem Geschick. Am zweiten Fahrtag ging es zum Berg der Drachenflieger, dem Chabre. Doch zuerst stand die Durchquerung der imposanten Schlucht Georges de la Meouge an. Eine breite Schotterpiste windet sich anschließend in unzähligen Kehren hoch zum Chabre. Unterhalb der Passhöhe tangiert sie bei der Weiterfahrt den kleinen Pass Col de Jean, den wir uns nach der Mittagspause in Sederon gönnen. Den Abstieg hinunter ins Tal bewältigen wir über eine Piste, die an einigen alten Gehöften vorbeiführt. Das schwierigste dabei sind die freilaufenden Hirtenhunde, die uns in dieser abgelegenen Gegend als Eindringlinge ansehen und kläffend gegen unsere schweren Enduros springen. Eine wohlverdiente Kaffeepause genießen wir im Kletterzentrum des Gebietes, in Orpierre.
Anstrengend bleiben auch die folgenden Tage
Im Laufe der Woche werden wir von unseren Tourguides noch an unzählige Offroadgeheimtipps wie zum Beispiel den Beaumont oder den Pic de St.Cyr geführt. Unumstrittener Höhepunkt einer tollen und anstrengenden Endurowoche war aber die Roadbooktour am letzten Fahrtag. Die Chefin der Domaine de Fombeton, Uta Baier hatte in einer Woche akribischer Kleinarbeit eine Tour über die angelegensten Offroadwege ausgearbeitet. Fast 200 Kilometer ging es in südöstlicher Richtung zum beeindruckenden Grand Canyon du Verdon. Tiefe Furten durch reißende Flüsse, Steilauf – und Abfahrten und die anspruchsvolle Navigation stellten einige Anforderungen an die Teilnehmer. Nach über 1000 Offroadkilometern in einer Woche über anspruchsvolle Pisten und Trails waren alle Teilnehmer voll des Lobes über die ausgewählten Routen. Abgerundet wurde der einwöchige Fahrgenuss auch durch die kulinarischen Genüsse. Jeden Abend verwöhnte die Küchenchefin Uta die hungrigen Fahrer mit provencialischen Spezialitäten aus der Region.
Damit ging viel zu schnell eine unvergessliche Endurowoche zu Ende. Und jeder teilnehmende HPN Fahrer fiebert schon heute der HPN Enduro Week 2006 entgegen, die voraussichtlich ab Pfingsten 2006 in Istrien stattfinden soll.
Reiseinfos Provence
Anreise: Die schnellste Anreise von Deutschland aus führt durch die Schweiz über die Strecke Basel, Bern und Lausanne. Natürlich über die Autobahn nur mit der Vignette. In Frankreich dann weiter in Richtung Albertville und Grenoble bis nach Sisteron. Von Frankfurt aus sind es ingesamt ca. 1000km
Unterkunft: Natürlich in der romantischen Domaine de Fombeton bei Sisteron. Infos und Preise im Internet über www.teambuctou.de. Auskünfte vor Ort erhält man von den kommunalen Fremdenverkehrsbüros, Office de Tourisme oder Syndicat d`Initiative, die unter der gemeinsamen Abkürzung OTIS firmieren.
Klima: Das Klima in der Provence ist lädt schon ab März/April zum Fahren ein. In höheren Lagen kann dann aber eventuell noch etwas Schnee liegen. Die besten Monate für eine Tour in die Provence sind der Mai und der September.